Harran – Malvik

Abfahrt: 9:25
Ankunft Malvik 12.23
km 77472
Abfahrt bei 7°, Regen
Ankunft Malvik bei 12.5°, sonnig

Gestern Abend haben wir zum Glück die Stühle und den Tisch bereits eingepackt. Dafür haben wir die Kapuze fürs Aufstelldach nicht montiert. Für was auch, dachten wir. Gemäss Wetterbericht soll es ja trocken bleiben. Denkste, irgendwann in der Nacht regenete es Bindfäden, die bis in den morgen anhielten.
So war unser Aufstelldach natürlich nass.
Damit die Matratze nicht nass werde, hatte ich die glorreiche Idee die Windschutzscheibenabdeckung auf, satt wie immer unter die Matratze zu legen. Die Idee dabei, dann werde die Matratze vom nassen Aussenzelt geschützt.
Soweit so gut, bis ich das heruntergelassen Dach wie immer ringsum laufend kontrollierte.
Das Dachzelt hatte es in der Schere eingeklemmt und einen Knick im Dach. Links vorne 10cm nicht zu und rechts 2cm.
Das Dach habe ich dann nach ausgiebigem Fluchen wieder hochgefahren und geschaut wieso dass passiert war. Dadurch dass die Matratze nicht mehr zuoberst war hat es die Windschutzscheibenabdeckung nach aussen gedrückt und dadurch den Zeltstoff nicht mehr richtig nach innen gefaltet. Dadurch schob es ihn nach aussen und klemmte in der Schere beidseitig.
Zum Glück haben wir gemeinsam das Dach im Regen wieder klar draufbekommen und hatten ein riesen Glück. Der Knick war nicht mehr sichtbar und kein Lock im Aussenbalg.
Wieder was gelernt, dass mann nie etwas auf die Matratze legen soll!
Dann sind wir zügig abgefahren und haben bis 2/3 der heutigen Strecke den Regen nicht losbekommen. Gegen Trondheim hin wurde es aber heller und sonnig. Ungefähr 32km Vor Trondheim sind wir nun in Malvik bei schönster Sonne am Strand und konnten unseren Zeltbalg schön trocknen.

Morgen gehts je nach Wetter weiter nach Trondheim…

 

Halsa – Steiro

Abfahrt: 10:20
Ankunft Steiro: 17:30
km: 76’913
Abfahrt bei 13.5°, sonnig
Ankunft Steiro bei 16.5°, sonnig

Heute sind wir nach 5 Minuten Fahrt bereits am Fähranleger angekommen. Hinter uns kam ein Paar aus dem TG, der früher in Giuvalta in Rothenbrunnen arbeitete und mit Peter Jäggi selig im Gemeinderat sass.
Die Fahrt mit der Fähre war kurz, nur 3.5km, aber kein Weg führte zur anderen Insel.
Entlang der Küste waren wir auf der anderen Insel an einer weiteren Fähranlegestelle viel zu früh angekommen. 11:20, aber  die Fähre um 11:30 und 12:15 fährt nur Wochentags und nur im Sommer. Um 12:50 kam dann die Fähre pünktlich an. Weiter gings an der schönen Küste mit immer grüneren Rasen und Bäumen.

Auf der anderen Seite des Fjordes stieg es ziemlich an und wir sahen die bereist befahrene Küstenstrecke gegenüber von oben herab. War eindrücklich, weil die gegenüberliegenden Berge Schnee hatten und man von unten wegen der Blickübertragung der Meinung war, dass zuerst die Felsen und dann direkt der Schnee nicht allzuweit weg sei.
In Wirklichkeit waren es sicher 200m Fels und dann ca. 500m Schnee nach oben.
Als wir Richtung Nesna fuhren, sah ich eine Fähre gegen Nesna einlaufen.
Als wir gegen die Fähranlage lossteuerten und auf die Spur Levang fuhren, war der Bug der Fähre noch geöffnet. Wir hielten aber zuvorderst an der Spur 1 an. Ein Norweger überholte uns rechts und winkte uns wir sollen zur Fähre fahren. Wir also Gas, rauf und bereits schliesst die Fähre den Bug. So hatten wir keinerlei Wartezeit und dampften friedlich nach Levang.
In der Mitte der Schifffahrtspassage passierten wir den Polarkreis. Die auf den Kreuzfahrtschiffen zelebrierte Feier der Polarkreisüberquerung hätten wir selber organisieren müssen, aber was solls, wir mussten nicht solange drauf warten 😉

Auf der Weiterfahrt kamen wir an einer spektakulären Seilbrücke vorbei, die wir natürlich fotografieren mussten.
In Sandnessjoen sind wir auf einem Camping direkt neben einem Flugplatz, direkt am Meer stationiert.
Super Wetter, super Aussicht, was willste mehr..

Morgen gehts weiter auf 2-3 Fähren….

 

Ramberg – A – Moskenes-Bodo

Abfahrt: 10:15
Ankunft Bodo: 24:00
km: 76’567
Abfahrt bei 4.5°, bewölkt und Regen
Ankunft Bodo, bewölkt

Strecke: 31 km
Dauer: 0:31 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 59 km/h
Zeit im Stand: 0:00 h
Max. Geschwindigkeit: 85 km/h

wir sind heute morgen Richtung Nusfjord losgefahren, das heisst ca 15km zurück.
Wie wir ankamen hat es wieder angefangen zu schneien, wobei nur ca 5 minuten.
Wir haben den Fischerort als nicht wirklich als “muss gesehen werden” empfunden, aber da gehen die Meinungen sicher auseinander.
Nach kurzem Aufenthalt sind wir weiter Richtung A, das unterste Dorf auf den Lofoten.
Dort gibt es eine Bäckerei, die ausgezeichnete Zimtschnecken in einem Holzofen zubereitet.
Nach einem Kaffee sind wir durch den Ort gewandert. Eigentlich wollten wir auf dem dortigen Camping übernachten. Leider macht der Camping aber erst morgen auf. Da hinter dem Parkplatz Stockfisch zum trocknen aufgehängt war, schlossen wir aus dort zu übernachten.
Da die Fähre heute Abend um 19:00 fahren sollte, haben wir beschlossen mit dieser zu fahren.
Mit 3/4 Std. Verspätung ist sie abgefahren, dann sind wir erst um 24:00 in Bodo.

Morgen geht’s dann weiter auf der Route 17…

Unnstadt-Ramberg-Flakstad

Abfahrt: 11:20, bei 3°, bewölkt, Sonne und Schnee
Ankunft Ram: 18:00, bewölkt + teilweise Schneefall, mit 5.5°
km: 76’490

Heute morgen sind wir um 09:30 aufgestanden haben gemütlich z’mörgelet.
Die Ina, welche mit dem Velo unterwegs ist und der wir bereits mehrmals begegnet sind, hat uns erzählt, dass sie erst wieder am 3.Dezember arbeiten müsste. Sie wolle mit dem Velo vom Nordkapp über Schottland, Irland England bis nach Gibraltar.
Heute haben wir Sie nun wieder auf dem gleichen Campingplatz getroffen 🙂
Ein anderer Deutscher Velofahrer ist heute morgen um beim grössten Schneesturm mit seinem Velo losgefahren. Dort wo sein Zelt gestanden war, hatte rundum ca. 5cm Schnee; davon haben wir nichts bemerkt im warmen Büssli.
Wir sind spät losgefahren und hatten auch noch Schneegrauppel.
Unterwegs nach Uttakleiv ist das Wetter dann immer besser geworden. In Uttakleiv angekommen sind wir den 4.5 km langen Weg im Naturreservat gewandert.
In etwa der Hälfte des Weges haben wir uns in einer Höhle ca. 15 Minuten aufgehalten, bis die Schneewand über dem See vorbei war. Anschliessend war alles wieder wie vorher, sogar ein bisschen Sonne drückte durch.
Etwa 50m weiter, wäre unter einem Riesenstein eine Sitzbank mit Tisch und Grill gestanden. Als wir 3/4 des Weges am Ufer spaziert waren, tauchte plötzlich ein Seehund im Wasser auf. Mit dem Feldstecher einwandfrei zu erkennen, mit dem Handy und dem Fotoapparat aber nur ein Punkt im See.
Da der Weg auf der anderen Seite des Berges endete, haben wir uns entschlossen, durch den Tunnel zu laufen. An jedem Ende ist eine Art Briefkasten mit Leuchtwesten für die Querung, die man auch benutzen sollte.
Im Tunnel ist es empfindlich kalt und wenn ein Dieselauto durchfährt, stinkt es richtig, weil ja keine Lüftung ausser der natürlichen vorhanden ist.
Kaum waren wir durch, kam der Überlandbus (auch mit Diesel) der fast die ganze Breite der Strasse benötigte.

Morgen geht’s dann weiter in den Nusfjord…

Vagan-Lekness-Unnstad

29.Mai 2017
Abfahrt: 10:00, bei 5°, bewölkt
Ankunft Unnstad: 18:00, bewölkt, mit 5.5°
km: 76’413

Um Mitternacht haben wir die Mitternachtssonne fotografiert und anschliessend bis um 07:30 geschlafen.
Über 3-4m breite Nebenstrassen sind wir nach Borg ins Wikingermuseum. Dort schneite es eine halbe Stunde. Nachdem es nur noch leicht rieselte, sind wir die 1.5km zu den Schiffen. Da wir ausser dem Frühstück noch nichts gegessen hatten, fuhren wir nach Lekness und fanden in einem Einkaufszentrum eine Pizza. Da in Lekness kein Camping ist, sind wir wieder ca. 14 km zurückgefahren und auf einem Camping mit Surfschule gelandet. Da der Camping nicht direkt ans Wasser stösst, haben die ca. 10 Bike’s mit Surfbretthalterung, ebenso viele normale, aber alles die mit den ultrabreiten 6″ Pneu’s. Dazu ein Hot-Wasserfass und eine Sauna, alles im Preis inbegriffen.
Nur das WiFi ist schlecht, weil nur in der Lounge benützbar.
Die ist übrigens in einem modernen Gebäude im ersten Stock mit Küche und Terrasse.

Morgen geht’s dann weiter nach Uttakleiv…

Kabelvag

27.Mai 2017
Abfahrt: 08:20
Ankunft Kabelvag: 15:15
km: 76’154
Abfahrt bei 6.5°, sonnig
Ankunft Kabelvag, sonnig mit 9°

Bei schönstem Wetter aufgestanden und Richtung Lofoten gefahren. UeberSortland sind wir über die Fv82 nach Melbu gefahren. Dort sind wir an der Fähre angekommen und konnten direkt drauffahren.
Die Fahrzeit war kurz, sowie ich meine eine Viertelstunde, bei herrlichem Wetter und super Aussicht.
Statt rechts sind wir links abgebogen und so haben wir die Touristenstrasse nicht gefahren, sondern die E10.
Dadurch sind wir wohl an einem Rastplatz in der Nähe der Sildpollnes Kapelle vorbeigekommen, sind über Solvaer nach Kabelvag auf den Campingplatz.
Von dort werden Fischfangtouren, Tauchen etc. angeboten. Die Esten und Russen sind dort mit Tauchanzügen und Harpunen auf Fischfang.
Ein Este ist mit seinem Suzuki Vitara mit auf dem Veloträger befestigten 120ltr. Kühlschrank mit voll Fischen nach Hause. Der Kühlschrank war zusätzlich mit Spanngurten irgendwie übers Dach mit Spanngurten befestigt.
Heute haben wir die Radfahrerin auf der Strasse gesehen, die auf der gleichen Fähre wie wir ab dem Grilefjord nach Andenes fuhr.
In drei Tagen hat sie anscheinend die gleiche Strecke gefahren, wie wir in einem Tag. Sage einer, mit dem Velo komme man nicht weit!

Heute haben wir gegrillt und mit einem Wein unseren 39ten Hochzeitstag ein klein wenig gefeiert. Mir kam der Hochzeitstag natürlich nicht in den Sinn! Mary hat mir aber mit einem kleinen Hinweis auf die Sprünge geholfen.

Morgen geht’s nochmals zurück zum Anfang der Lofoten, um dann nicht mehr, wenn möglich die E10 zu fahren.

 

Bleik III, Wale gesichtet :-)

26.Mai 2017
7° sonnig und fast Windstill

Heute morgen beim Duschen habe ich gedacht, für 10 Kronen 5 Minuten mit

eiskaltem Wasser hätte ich auch nicht gebraucht. Das Wasser kam einfach nur kalt, und zwar eiskalt. Vermutlich wäre das Meer wärmer gewesen, hört doch der Golfstrom hier oben auf.
Habe dann doch geduscht, dafür nachher umso wärmer gehabt, bis ich die Haare per Föhn trocken hatte. Ich warnte Mary, nimm nicht die linke Dusche, die bringt kein warmes Wasser.
Ca. 5 Minuten später kam Mary und meinte, es sei wunderbar warm. Ich müsste nur unter der grün leuchtenden Lampe den Knopf drücken. Meine linke Dusche hätte immer noch grün, das heisst, dass man immer noch duschen könnte. Ich also nochmals rein, den Knopf gedrückt, und tatsächlich kam warmes Wasser. Wenn ich gelesen hätte, was auf dem Plakat auf der Wand geschrieben stand, auf englisch, hätte ich das sicher früher bemerkt. Aber eben, jede Dusche in Skandinavien funktioniert irgendwie anders. Bevor wir das Morgenessen tischten, haben wir Gian per Skype zum Geburtstag gratuliert.
Bei schönstem Sonnenschein sind wir nach dem Morgenessen Richtung des Aussichtspunktes an der Touristenstrasse aufgebrochen, weil wir vorgestern bei Regen daran vorbeifuhren und keine Lust hatten auszusteigen.
ca. 2km sind wir am Strand, der Strasse und einem kleinen Tunnel hindurch zum Aussichtspunkt spaziert. Dort angekommen war es ca. 12:00 Uhr. Wir setzten uns auf einen Stein und beobachteten das Meer und auf dem kleinen Eiland die Vögel.
Ich hatte heute für einmal nur das Objektiv von Gaby dabei, weil ich nicht damit rechnete, dass ein Zoomobjektiv evtl. benötigt werde. Es blieb im Bus zurück.
Wir wanderten noch ein Stück den Fussweg beim Aussichtspunkt runter und setzten uns auf einen Stein. Unterdessen war ein Paar oben auf der Aussichtsplattform angekommen, auch mit Fotoapparat, aber mit Zoom.
Plötzlich rief Mary, ein WAL! Wo? Dort! ich nichts gesehen.
Aber draussen beim Inselchen sah auch ich plötzlich eine Flosse im Wasser. Der andere Mann oben bemerkte es auch und rief seine Begleiterin zurück, die bereits wieder im Auto sass.
Dann haben wir sicher eine halbe Stunde von 2-3 Orca-Wale nur die Flossen gesehen, natürlich mit Unterbrüchen. Da ich ja kein Zoom dabei hatte, bin ich ans Ufer runter und soweit als möglich auf die Felsblöcken raus.
Mary rief plötzlich, da kommt er…
Ich sah ihn natürlich zu spät und bekam das Foto mit seinem Kopf aus dem Wasser nicht mehr aufs Bild.
Als dann die sichtbare Walflosse immer mehr in Richtung Horizont abzog, haben wir uns noch mit dem anderen Fotograf unterhalten. Er sei aus Montenegro, lebe aber hier in Norwegen.
So haben wir für uns einen spektakulären Spaziergang abgeschlossen und müssen morgen keine Walsafari mit 20 Leuten unternehmen…

Morgen geht’s dann weiter Richtung Lofoten…